Eine der ersten deutschsprachigen muslimischen Gemeinden

in Deutschland – offen, kompetent und aktiv.

In Karlsruhe und Umgebung.

Islamwoche 2015
Karlsruher Muslime veranstalten in diesem Jahr bereits zum achten Mal eine Islamwoche. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstützt die Initiative mit seiner Schirmherrschaft.
Tag der offenen Tür im DMK
Seiner langjährigen Tradition der offenen Einladungen an die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger folgend, lädt der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe (DMK) auch dieses Jahr im Rahmen der TOM am Samstag, 3. Oktober von 13 bis 17 Uhr, alle Karlsruher in ihre Gemeinderäume zu Gesprächen und Begegnungen ein.
Garten der Religionen - Eröffnung
Endlich konnte der Garten der Religionen am 24. September 2015, am 300. Jahrestag des Erlasses des Privilegienbriefs, nach fast fünf Jahren Planung und Arbeit in der Südstadt-Ost durch unseren Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und der AG Garten der Religionen eröffnet werden.
Ansprache in der Stadtkirche
(Wohl) Eine Karlsruher Premiere war die Ansprache eines Muslims in einer Kirche nach dem Gottesdienst. Sie fand am 13. Juli in der Stadtkirche statt. Die Rückmeldungen der Kirchenbesucher zu der muslimischen Ansprache waren durchweg positiv.
Fastenbrechen 2015
Der DMK Karlsruhe e.V. hat am 10. Juli Karlsruher Muslime zum Fastenbrechen eingeladen. Zu dieser Einladung sind mehr als 300 Personen gefolgt. Ein gelungener Abend- organisiert und durchgeführt von einer aktiven DMK-Jugend.
Vielfalt willkommen heißen - Gegendemo zur Kargida
Das Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts, bei dem auch der DMK Mitglied ist, organisierte am 24.2.2015 auf dem Karlsruher Friedrichsplatz eine Gegendemo zur KARGIDA, die sich etwa zeitgleich auf dem Stephansplatz versammelte.
Mahnwache für Frieden und Toleranz
Bei der Mahnwache zum Anschlag in Paris kamen etwa 1500 Karlsruher Bürger auf den Platz der Grundrechte, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen: Für Toleranz, Frieden und Einheit, gegen Terrorismus und alle Arten von Extremismus.
Lichterlauf gegen Rassismus und Diskriminierung
Mit diesem Lichterlauf soll an erster Stelle an die Opfer und Leidtragenden des Rassismus in unserem Land erinnert werden.
Stolpersteine Putzaktion
Gemeinsam werden die in der Weststadt verlegten Stolpersteine gereinigt und der politisch und rassisch Verfolgten der NS-Dikatur gedacht.
Karlsruher 24h Lauf
Mit dem Karlsruher 24h Lauf für Kinderrechte werden die zentralen Themen Kinderrechte und Kinderschutz in die Öffentlichkeit getragen und Geldmittel für ausgewählte lokale Projekte für Kinder und Jugendliche erlaufen.

Vortrag Prof. Wolfgang Benz - Wochen gegen Rassismus

 

Am 19.3.2013 hielt Prof. Wolfgang Benz im Ständehaus in Karlsruhe einen Vortrag über „Eine neue Art des Rassismus – Muslimfeindschaft“.

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In seinem Vortrag führte Prof. Benz, der bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin war, aus, wie Antisemiten im 19. Jahrhundert und Islamkritiker im 21. Jahrhundert mit ähnlichen Mitteln an ihrem Feindbild arbeiten. Es gebe natürlich graduelle Unterschiede in der Diskriminierung damals gegen die Juden und heute gegen die Muslime, aber die strukturellen Gemeinsamkeiten der Intoleranz seien gleich.

Es gehe ihm nicht darum, den Islam als positives Beispiel einer Lebenswegausrichtung zu verklären, es gehe ihm ausschliesslich darum, wissenschaftlich zu untersuchen, welche scheinbaren Argumente die Islamkritiker gegen die Muslime vorbringen. Brauche man Minderheiten, denen man die Schuld für was auch immer zuschreiben kann, und um etwas als fremd und nicht zugehörig zu deklarieren? Brauche man einfache Erklärungen, um sich die Welt verständlich zu machen? Warum lerne der Mensch nicht aus seinen Fehlern, hier in Bezug auf Ausgrenzung von Minderheiten, sondern übertrage seine Feindbilder immer wieder aufs Neue auf andere Gruppen? Es sei eine Gefahr für unsere Demokratie, wenn immer nur ausgegrenzt aber nicht mehr debattiert werde. Das sehe man ganz deutlich in den Internetforen, in denen sich sogenannte Islamkritiker dieses Mechanismus bedienen.

Eine Lösung sieht Prof. Benz darin, die Menschen über die Wirkung und Funktion von Vorurteilen aufzuklären. Dies könne nur im gemeinsamen Gespräch, in Debatten und im Hinterfragen der eigenen Argumente geschehen.

An seinen Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an, in der Prof. Benz auch noch viele Fragen der Zuhörer beantwortete.

Leider konnte man auch bei dieser Veranstaltung wieder einmal erleben, dass Besucher Verse aus dem Koran aus dem Zusammenhang rissen und den Muslimen als Beispiel für deren Intoleranz gegen Andersgläubige, die von Nichtmuslimen meist und fälschlicherweise als Ungläubige bezeichnet werden, zuschreiben wollten. Dass diese Besucher keinem Gegenargument und keiner Erklärung von muslimischer Seite zugänglich waren, beschrieb sehr anschaulich den Mechanismus der einfachen Erklärungsbedürfnisse des Menschen, den Prof. Benz in seinem Vortrag erläuterte.

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